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Auslandssemester - Sommersemester 2016 in Granada, Universidad de Granada


Erfahrungsbericht von Tim D.


1. Grundlegende Informationen

Gastland: Spanien
Betreffende Universität: Universidad de Granada
Semester: 4.

2. Vor Abreise

Bevor ich Deutschland verlassen habe, stellte sich die Frage, was mit den bestehenden Verträgen (Mietvertrag, Strom, Handy, Internet) geschieht.
Da ich in Schmalkalden in einer Wohngemeinschaft lebe, war es naheliegend, die Verträge weiter laufen zu lassen. Auch den Handyvertrag habe ich nicht gekündigt. Eine Auslandsversicherung habe ich nicht abgeschlossen und diese auch nicht benötigt. Einige Zeit vor Semesterbeginn habe ich einen Flug nach Malaga bei dem Flugunternehmen Lufthansa gebucht. Granada direkt anzufliegen war leider nicht möglich. Somit musste ich bei der Ankunft mit dem Bus weiter nach Granada fahren.

3. Universität

Als ich in Granada eintraf, musste ich feststellen, dass meine Unterlagen in der Universität nicht vorlagen. Aus diesem Grund musste ich alles von Neuem ausfüllen.
Ein Buddy wurde mir folglich nicht zugeteilt.Eine Willkommenszeremonie wurde von der Universität abgehalten.
Bei allen organisatorischen Dingen konnte man sich zunächst an die engagierten Mitarbeiter des International Office wenden.
Im International Office gab es sowohl einen englischsprachigen Mitarbeiter, als auch eine Mitarbeiterin, die fließend französisch sprach. Für alle weiteren Fragen wurde der Kontakt zu einem Auslandskoordinator hergestellt. Grundsätzlich wurden alle Kurse, die ausgeschrieben waren, angeboten.
Von den 5 Kursen, für die ich mich eingeschrieben hatte, wurden 2 auf Englisch unterrichtet.
Den Stundenplan konnte ich mir selbst zusammenstellen. Es wurden zu jedem Kurs 3-4 Gruppen angeboten, was es mir ermöglichte, meinen Stundenplan komplett individuell zu gestalten.
Der Grad der Internationalität war speziell in den auf Englisch unterrichteten Kursen, aber auch generell, sehr hoch.
Aufgrund der Sprachbarriere fiel mir die Teilnahme an vielen Kursen sehr schwer. Die auf Englisch unterrichteten Kurse stellten keine größere Herausforderung dar. Thematisch wichen die Kurse allerdings weit von dem ab, was für meinen Studiengang (Wirtschaftsrecht) relevant gewesen wäre.
Die Vorlesungen laufen alles in allem ähnlich wie in Deutschland ab.
Die Universität hatte einige Freizeit- und Reiseangebote, die von mir allerdings nicht genutzt wurden. Empfehlenswert für alle Studenten ist ein Besuch im Erasmus-Büro.
Dieses bietet Reisen und Ideen zur Abendgestaltung für geringes Geld an. Das Essen in der Fakultät „Recht“ ist sehr zu empfehlen und schont den Geldbeutel. Allerdings ist es in ganz Granada möglich, sehr gut und günstig zu essen (zu jedem Getränk gibt es ein „Tapas“ umsonst dazu!).

4. Unterkunft

Meine erste Woche habe ich bei einer befreundeten spanischen Familie verbracht, weil meine angemietete Wohnung überraschenderweise noch bewohnt wurde.
Nach einer Woche konnte ich schließlich in mein neues Zuhause in der Innenstadt Granadas einziehen. Meine sehr moderne und komplett möblierte Wohnung lag nur 2 Min. von der Fakultät entfernt. Die Mietkosten beliefen sich auf 450 € + Nebenkosten.
Glücklicherweise konnte ich mir die Kosten mit meiner Mitbewohnerin teilen. Die Unterkunft habe ich bei meiner Suche im Internet gefunden. Mit dem für die Wohnung zuständigen Makler habe ich einen Mietvertrag geschlossen. Eine Kaution musste hinterlegt, sowie eine Maklerprovision bezahlt werden.
Beides belief sich auf eine Monatsmiete (sprich 450 €).

5. Sonstige Fakten

In Granada erhält man nach Vorlage des Studentenausweises in der Regel immer einen Studentenrabatt.Ich habe monatlich 500 € in Granada benötigt. Es ist allerdings möglich, mit weitaus weniger Geld über die Runden zu kommen.
Die Lebenshaltungskosten in Granada gleichen denen einer deutschen Stadt.
Empfehlenswert für Austauschstudenten ist es, einen Intensivkurs in der Sprache zu machen die in dem Land gesprochen wird. In Granada gibt es ein sehr gut ausgebautes Busnetzwerk, mit dem man auch umliegende Städte gut besuchen kann.
Granada mit dem Zug zu erreichen oder zu verlassen ist unmöglich, weil sich die Zugstrecken im Bau befinden (Stand 2016).
Aufgrund der fehlenden Anbindung zum Meer ist es empfehlenswert, einen Ausflug in eine der nahegelegenen Küstenstädte zu machen. Besonders sehenswert ist Solobreña, aufgrund der wunderschönen Altstadt mit Burg und den Sandstränden (Sandstrände sind in dieser Gegend schwer zu finden).

6. Ende des Auslandssemesters

Die Kaution habe ich mit den Nebenkosten verrechnen lassen.
Glücklicherweise entsprachen die Kosten für Strom, Wasser und Heizöl insgesamt der hinterlegten Kaution.
Bevor ich meine Rückreise antreten konnte, mussten noch einige Dokumente für das Erasmus-Programm unterzeichnet werden. Hierfür habe ich einen Termin bei dem Auslandskoordinator der Universität wahrgenommen.

Alles in allem fiel es mir sehr leicht, neue Leute kennenzulernen und Freunde zu finden.
Die Spanier sind ein sehr aufgeschlossenes und hilfsbereites Volk. Gerne würde ich in Zukunft dieses Land häufiger bereisen. Falls es mein Berufsweg zulässt, könnte ich es mir sehr gut vorstellen, dort zu arbeiten und zu leben.


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