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Chria Verbalis über Antisthenes

„Es ist besser, mit wenigen Trefflichen gegen die Gesamtheit der Schlechten als mit zahlreichen Schlechten gegen wenige Treffliche zu kämpfen.“ - Antisthenes

Lob des Urhebers
Als ehemaliger Schüler des Sokrates (*469 v. Chr. - † 399 v. Chr.) , Zeitgenosse Xenophons
(*430 v. Chr. - † 355 v. Chr.), Aristoteles (*384 v. Chr. - † 322 v. Chr.), Platons (*427 v. Chr. - † 348/347 v. Chr.) und ideologischer Vater des Diogenes von Sinope (*410 v. Chr. - † 323 v. Chr.) wirkte Antisthenes in einer goldenen Ära der Philosophie und trug dazu seinen Anteil bei. Besonderes Markenzeichen Antisthenes's ist, dass sich seine Lehren kaum über den schriftlichen Weg oder Schulen verbreiteten und er auch nicht wirklich durch Publikationen auf sich aufmerksam machte, viel mehr waren es die zahlreichen Anekdoten, die mündlich weiter gegeben wurden und ihn so unsterblich gemacht haben.

Umschreibung
„Es ist besser, mit wenigen Trefflichen gegen die Gesamtheit der Schlechten als mit zahlreichen Schlechten gegen wenige Treffliche zu kämpfen.“ - Antisthenes.
Mit diesen Worten Vertritt Antisthenes die Ansicht, dass es besser ist mit einer kleinen Elite gegen eine Masse von Unfähigen zu kämpfen, als umgekehrt. Wenige Schlaue, die siegreich gegen die Große Zahl der Dummen sind.

Beweis
Eine kleine Gruppe aus Experten lässt sich gut organisieren, ist beweglich, benötigt wenig Ressourcen und ist dadurch einfach effektiver. „Zahlreiche Schlechte“ sind im Grunde genau das Gegenteil und deshalb laut Antisthenes nicht erstrebenswert.

Widerspiel
Die Natur macht es uns vor! Die Organisation von Tieren in großen Herden, deren einzelne Herdentiere oft primitive Mitläufer sind, ist aus evolutionärer Sicht sinnvoll und auch recht erfolgreich, jedoch wird sie vom Prinzip des kleinen jagenden Rudels mit seinen hoch spezialisierten Jägern in der Nahrungskette übertrumpft.

Gleichnis
Der Spartacus-Auftsand im Jahre 73. v. Chr. ist ein Sinnbild für die Auflehnung weniger Trefflicher, gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner. Die Gladiatoren als Elite-Schaukämpfer im römischen Reich revoltierten und schlossen sich unter Spartacus zusammen. Sie konnten eine ganze Reihe an Siegen gegen das römische Heer verbuchen. Zwar wurde der Aufstand letztlich niedergeschlagen, jedoch sein Gedankengut lebt bis heute weiter.

Beispiel
Ein sehr treffliches Beispiel aus der Geschichte sind die Schlachten während des Perserkrieges von (494 v. Chr. - 465 v. Chr.) Die griechischen Stadtstaaten und das persische Reich standen sich gegenüber. Die Perser führten ein gigantisches Söldnerheer ins Feld, während die Griechen mit einer verhältnismäßig winzigen Streitmacht ihnen gegenüber standen. Ihr einziger Vorteil bestand in der wesentlich besseren Ausbildung und Koordination. Dieser Fakt hat letztlich zum Sieg der Griechen und der Zurückdrängung des persischen Aggressors nach Asien geführt.

Zeugnis
„Die Dummen erkennt man häufig daran, dass sie in der Überzahl sind.“ Erhard Schümmelfeder (*1954), deutscher Erzieher und Schriftsteller.
Dieser Autor hat erkannt, dass sich hinter der großen Zahl der Menschen die einer Sache nachgehen oft der Lemmingeffekt versteckt. Durch die Bezeichnung dieser Menschen als „die Dummen“ gibt er uns zu verstehen, dass sie zu meiden sind.

Beschluss
Antisthenes lehrt uns, dass nicht die Anzahl entscheidend ist, sondern es auf das Können jedes Einzelnen ankommt. So ist es sinnvoller, einen kleinen Kreis aus Trefflichen um sich zu scharen, als ein Heer aus Dummen ins Feld zu führen.
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