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Universidad Panamericana - Guadalajara/ Mexiko - 5. Semester,


Erfahrungsbericht von Lisa Wittwer

Noch in Deutschland:
Bevor man Deutschland verlässt und sich ins Auslandssemester begibt, muss man sich um viele verschiedene Sachen kümmern, z.B. Auslandskrankenversicherung, Auslandsunfallversicherung, die Unterkunft Vorort, Handyverträge, was nehme ich alles mit und noch viel mehr.
Meinen deutschen Handyvertrag habe ich weiterlaufen lassen, weil ich bis zum Abflug und vor allem bei der Rückkehr sofort mobil sein wollte. Außerdem kann man sie im Notfall im Ausland benutzen, denn normalerweise kauft man die neue SIM-Karte erst Vorort.
Meine Wohnung in Deutschland habe ich aufgegeben, weil mein Mitbewohner zur gleichen Zeit ein Pflichtpraktikum absolvieren musste und es dadurch für uns beide sehr gut gepasst hat. Jedoch würde ich auch niemals für 6 Monate Miete im Inland und dazu nochmal Miete im Ausland bezahlen. Das Geld kann man im Auslandssemester viel besser gebrauchen.
Meine Auslandskrankenversicherung habe ich bei der UKV (Union Krankversicherung) abgeschlossen und habe pro Monat ca. 40 Euro bezahlt. Dort muss man die Zeitspanne schon vorher festlegen. Umso besser ist jedoch, dass man das Geld zurückbekommt, wenn man früher wieder in Deutschland ist. Bei der Krankenversicherung sollte man sehr gut aufpassen welche Länder man während des Auslandssemesters noch bereisen will. Meine Versicherung war für Mexiko und die lateinamerikanischen Länder zusammen, d.h. in jedem Land südlich Mexikos hätte ich ebenfalls einen Anspruch auf ärztliche Versorgung gehabt. Für die USA braucht man allerdings eine separate Versicherung. Zur Krankenversicherung sollte man auch immer eine Unfallversicherung im Ausland haben. Da ich bei der Allianz bin, hatte ich diese schon inklusive. Man sollte sich schon absichern wenn man nach Mexiko geht.
Das Problem bei der Flugbuchung ist, dass die Universidad Panamericana erst Mitte bis Ende Mai bekannt gibt, wer aufgenommen wurde. Zusätzlich ist das der Beginn der Urlaubszeit und die Flüge werden gleich mal doppelt so teuer. Im Endeffekt habe ich Ende Juni einen Flug bei Condor für ca. 770 Euro gebucht. Wenn man Hinflug und Rückflug zusammen bucht, ist das natürlich günstiger, aber man ist auch an die Zeitspanne gebunden. Ich kann empfehlen einen Rückflug separat zu buchen, weil man frei bestimmen kann. Ein Rückflug im Januar/Februar kostet meistens um die 400 Euro.
Ganz wichtig für das Auslandssemester ist auch eine Kreditkarte. Um Geld abheben zu können und Flüge buchen zu können. Bloß keine Sparkassenkarte nehmen! Damit hatte man richtig Probleme und es war auch unglaublich teuer beim Abheben. Hier empfehle ich die DKB-StudentCard.
Wie StudentCard schon sagt, ist diese kostenlos. Jedoch muss man vorher ein Konto bei der DKB anlegen und agiert dann hauptsächlich mit Online Banking. Normalerweise hat man keine Gebühren beim Abheben von Geld. Jedoch gab es 2016 eine neue Regelung, dass man pro Abhebung einen Abhebebetrag zahlt. Der kann von Bank zu Bank unterschiedlich ausfallen. Also immer hohe Beträge abheben, damit es sich lohnt! Banken die ich empfehlen kann sind: HSBC und Santander.
Die Wohnungssuche in Mexiko erfolgte über Nachfrage bei vorherigen Austauschstudenten und über das Internet. Nachfragen ist immer gut! Ich kann nur empfehlen, schon vorher eine Unterkunft zu haben, aber man kann auch erst Vorort suchen und die ersten 2 Wochen eine Airbnb-Unterkunft buchen.

Universität in Mexiko:
Allgemein zur Hochschule lässt sich sagen, das diese etwas außerhalb von Mexiko liegt und unglaublich gepflegt ist. Die Universidad Panamericana ist von allen existierenden Universitäten in Guadalajara die teuerste. Dementsprechend hat man sehr viele Besonderheiten und mehr Luxus als normal. Auf dem Campus befinden sich ein sehr gut ausgestattetes Fitnessstudio, eine Mensa, eine „Health-Bar“ vor dem Fitness, eine Cafeteria, eine hochschuleigene Bank, ein Parkhaus, ein Fußballplatz (wurde gerade gebaut) und noch viel mehr.
Für das Buddy-Programm habe ich mich auch beworben und wurde einem Mädchen zugewiesen. Diese habe ich während meines kompletten Aufenthalts nicht einmal gesehen.
Am ersten Tag, (für uns ist das meistens schon eine Woche zu spät) gibt es eine kleine Willkommenszeremonie bzw. Willkommensrunde. Der Rektor und unser Koordinator haben ein paar Worte gesagt und uns den Campus gezeigt. Zu unserer Überraschung ging es dann auch schon sofort los mit den Vorlesungen. Also kein Ausruhen nach den Prüfungen, es geht gleich weiter! Der Koordinator war für alle Austauschstudenten da und hat uns bei jedem Problem geholfen.
Die Kurse werden vorher in Deutschland festgelegt, aber einen Kurs mehr zu belegen oder einen Kurs zu wechseln, ist mithilfe des Koordinators dann kein Problem mehr. Man bekommt auch einen festen Stundenplan von der Hochschule.
An der Hochschule haben auch alle sehr gute Englischkenntnisse. Also keine Angst vor Fragen! Und die Vorlesungen finden auch in englischer Sprache statt.
Das Wintersemester nennen die Mexikaner das „Semester der Deutschen“. Ihr könnt sehr viele Deutsche an der Universidad Panamericana und an allen anderen Hochschulen finden. Dementsprechend sahen auch die Kurskonstellationen aus, denn die meisten Deutschen haben auch die gleichen Fächer belegt. Aber natürlich gab es auch Austauschstudenten aus anderen Ländern wie Spanien, den Niederlanden und Frankreich.
Der Ablauf der Hochschule in Guadalajara gleicht eher dem in einer Schule. Man hat Hausaufgaben, muss Präsentationen halten und Aufsätze schreiben. Des Weiteren gibt es auch Zwischenprüfungen. Zusammengefasst kann man aber sagen, dass es viel einfacher ist, als in Deutschland. Dort hat man zwar einen höheren Aufwand und ANWESENHEITSPFLICHT die sich in den Noten wiederspiegelt, aber ich fand, dass es alles einfache Aufgaben waren. Darüber hinaus bestehen die Prüfungen zur Hälfte aus Multiple Choice.
Die Hochschule bietet auch diverse Freizeitgestaltungsmöglichkeiten an. Ihr könnt z.B. dem Fußballteam beitreten und ins Fitnessstudio gehen. Es gibt auch immer einen Studenten, der für die Austauschstudenten verantwortlich ist. Dieser plant Ausflüge und wenn man möchte, kann man gerne mitfahren. Ich empfehle Tequila!
Wichtig ist auch zu erwähnen, dass die Hochschule eine Kleiderordnung hat. Als Frau sollte man auf kurze Hosen und Tank Tops verzichten. Allgemein sollte es nicht zu kurz und nicht zu freizügig sein, denn die Hochschule ist katholisch und hat auch ihren eigenen Geistigen, der über den Campus läuft. Auch Sportsachen werden außerhalb des Fitnessstudios nicht gern gesehen.
Meine Wohnung in Mexiko hieß „Depas Americana“. Das ist ein Haus mit 8 Appartements die jeweils als WG aufgebaut sind. Zu Fuß war es ein 5 Minuten Weg zum Stadtzentrum „Chapultepec“. Pro Monat hat mein Zimmer 200 Euro gekostet. Im vornherein musste per PayPal eine Kaution hinterlegt werden. Zum Flughafen waren es ca. 40-50 Minuten mit dem Auto bzw. mit Taxi oder Uber. Bei unserer Ankunft wurde vorher ausgemacht, dass uns unser Mieter abholt. Somit konnten wir uns das teure Taxi am Flughafen sparen.

Weitere Informationen:
Vereinzelt gab es Vergünstigungen für Studierende wie z.B. in Museen und Sehenswürdigkeiten. Aber das gilt vor allem für die inländischen Studenten. Aber das ist nicht allzu tragisch, da die Eintrittspreise meistens sehr niedrig sind.
Im Monat habe ich mit ca. 600 Euro gelebt, aber das war auch nötig. Man möchte sich natürlich auch die Umgebung ansehen und reisen. Zudem ist man am Anfang erstmal ein bisschen verwirrt mit der Umrechnung von Pesos in Euro. Da gibt man schon mal mehr aus.

Monatliche AusgabenBetrag in €
Miete200
Handyvertrag (Prepaid)15
Lebensmittel150
Uber (Wir sind immer mit 4 Personen gefahren)40
Zwischensumme405
übrig für Reisen etc. ca. 195
Gesamtsummeca. 600

Natürlich muss man in Mexiko auch auf einiges achten. Auch wenn Mexikaner im Allgemeinen sehr offen gegenüber fremden Menschen sind und ebenso hilfsbereit und freundlich, sollte man sich immer noch im Klaren sein, dass Mexiko ein gefährliches Land ist.
Wenn es dunkel wird, sollte man nicht mehr allein auf der Straße herumlaufen und vor allem nicht als Frau! Auch nicht, wenn es nur 10 Minuten Fußweg nach Hause sind. Nehmt lieber Uber. Das ist sicher und kostet nicht viel.
Kleine dunkle Gassen sollten auch immer vermieden werden und ebenso kann ich nur empfehlen, in der Stadtmitte und in den „sicheren“ Stadtteilen zu bleiben. Ansonsten sollte man sich immer mit einer Gruppe, in der sich auch Männer befinden, aufhalten. Es ist einfach wichtig auf sich aufzupassen, als auch auf seine Mitmenschen Acht zu geben, eine gesunde Paranoia zu haben und nicht jedem Menschen sofort zu vertrauen. Aber daran gewöhnt man sich auch ganz schnell.
Reiseorte die ich absolut empfehlen kann sind La Paz (Baja California), Mexiko City, Sayulita, Playa del Carmen und die Halbinsel Yucatán.
Das Semester in Mexiko hat am 15. Dezember geendet. Danach bin ich noch bis zum 19. Januar gereist. Ich habe so viel gesehen und auch wieder nichts. Mexiko ist wirklich ein unglaublich vielseitiges, aber auch sehr großes Land.
Der Schwierigkeitsgrad der Universidad Panamericana ist mit der HS Schmalkalden nicht zu vergleichen. Dort ist das System mehr wie eine Schule aufgebaut und man hat jede Woche Hausaufgaben auf. Zudem hat man nicht nur eine Prüfung am Ende des Semesters, sondern auch schon Zwischenprüfungen. Der Aufbau der Abschlussprüfung wird vom Dozenten selbst gestaltet, also kann es auch in Form einer Präsentation, eines Filmes oder aber auch eines Aufsatzes ausfallen. Wenn man sich jedoch ein bisschen Mühe gibt, kann man sehr gute Note erhalten.
Also zusammengefasst kann ich sagen, dass sich ein Auslandssemester in Mexiko auf jeden Fall lohnt. Jedoch liegt es an einem selbst, was man daraus macht. Viel Spaß und genießt die Zeit!

Vielleicht fragt ihr euch jetzt was dieses Uber bedeutet, Uber ist ein Dienstleistungsunternehmen, welches zuständig für die Vermittlung von Personenbeförderungen ist. Einfach gesagt also ähnlich wie eine Taxizentrale.







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